Dienstag, 26. Januar 2010

Deutschland - ein Wintermärchen

Hallo werte BlogleserInnen,

dies ist der voraussichtlich letzte Blogeintrag, der sich damit begründet, dass meine Arbeit in Spanien abgeschlossen und abgegeben ist. Mit dem Ergebnis:

ICH HABE EINEN UNIABSCHLUSS UND DARF MICH FORTAN "MAGISTRA ARTIUM" nennen. Hooray.

Komischerweise fühle ich mich weder euphorisch noch erleichtert. Aber vielleicht kommt das noch. Ich habe jetzt erstmal drei Wochen frei und dann geht es nach einigen Irrungen und Wirrungen an meine dreijährige Promotionsstelle an der JLU Gießen.

Nun zum Abschluss noch die restlichen Bilder von meinem Aufenthalt Anfang Januar.


LEÓN







Unas cervezitas rápidas (einige "schnelle" Biere)


















Donnerstag, 7. Januar 2010

Last christmas

Es ist nun 2010 und der Abgabetermin meiner Magisterarbeit nicht mehr weit. Um nicht zu sagen beängstigend nahe.

Dennoch will ich es nicht versäumen noch einige Nachträge zur vergangenen Zeit zu liefern, so etwa hiermit zum Weihnachtsessen oder besser gesagt zu den zwei Weihnachtsessen und zu der anschließenden "Weihnachtsfeier" mit zuvielen "cervezitas rápidas" und Flughafenchaos: Jedem dürfte es bekannt vorkommen, dass die Weihnachtszeit sich zu einem Großteil um Essen, Trinken und Geselligkeit dreht. Nicht anders ist es in Spanien und so hatte ich die Ehre zwei Weihnachtsessen (wobei das eine auch irgendwie ein Abschiedsessen von mir war) und natürlich anschließende Kaltgetränke genießen. Dies artete am Abend vor meinem Abflug selbstverständlich aus und führte dazu, dass ich genau eine Stunde schlief, bevor ich in Begleitung meines Mitbewohners nach Madrid aufbrach. Als ich schließlich hungernd, durstend, übermüdet und verkatert am Flughafen ankam, musste ich feststellen, dass mein Flug gecancelt wurde (vermutlich Eisregen in Frankfurt). Heureka! In der Warteschlange vor dem Lufthansa-Schalter, in der ich 6 Stunden (!!!) stand, schwor ich mir dann zum wiederholten Mal es nächstes Mal nicht mehr so zu übertreiben... ;) Glücklicherweise lernte ich Sabrine, eine weitere Deutsche, die gerade Erasmus in Madrid macht, kennen, mit der ich dann auch später in einem Hotelzimmer in irgendeinem der unzähligen Hotels in Madrid (ok,es war das größte in Europa, 7000 Gäste Fassungsvermögen) untergebracht wurde. Unser Flug ging dann glücklicherweise um 9 Uhr morgens, sodass ich Weihnachten nicht Feliz Navidad singend unter einem von Lufthansa geschmückten Weihnachtsbaum verbringen musste. Eine Erleichterung.

Ich hoffe, ihr hattet alle geruhsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr! :)

Was mich betrifft, so begann für mich das neue Jahr wie es nicht besser hätte beginnen können: Eine weitere Reise, nämlich zurück nach Spanien! (Ich notiere Erstaunen und vielleicht auch Entsetzen in den Augen der geschätzten LeserInnen. :P ) Ich hielt es u.a. für sinnvoll gegen die Neujahrsdepressionen und Heimatlosigkeit in Deutschland anzukämpfen, indem ich dann doch meine Magisterarbeit weiterhin vor Ort fabriziere und am 13. wieder in den Schoß von good-old Germany zurückkehre. Wenn das Winterwetter es zulässt...

Man darf gespannt sein.

Erstes Weihnachtsessen







Zweites Weihnachtsessen und Abschiedsdrinks












Mittwoch, 16. Dezember 2009

Feliz Navidad (Freaky Christmas is coming to town.)

Hohoho,Merry Christmas everyone!

Natürlich ist es dafür noch ein wenig zu früh,dennoch ticken die Uhren in Spanien ja bekanntlich wein wenig anders und aus terminlichen Gründen haben wir spontan beschlossen, schon eine kleine Weihnachtsfeier (eine von vielen wohlgemerkt!) am heutigen Abend abzuhalten. Natürlich konnte selbige nur unter einem Motto stehen, nämlich: Freaky Christmas is coming to town! Mit dabei: las Alemanas (Sara,Klaudia und ich), Jorge, Hugo (el Meisterfreak) und Gandalf. (Borja und Irene weilen leider zur Zeit auswärtig, gehören aber eigentlich auch in diese sehr illustre Runde.)

Bereichert wurde der Abend vor allem durch Bier, Glühwein, meine großartige Weihnachtsdeko, 90er Bravo Christmas Dance Hits, eine Menge Stollen, Lebkuchen und Schokolade, Pizza und natürlich das legendäre Schrottwichteln! Für alle, die es nicht kennen,sei es kurz erklärt: Jeder der Anwesenden muss ein möglichst unkenntlich eingepacktes Geschenk mitbringen und zwar so trashig und unbrauchbar wie möglich. Selbiges wird in einer Tüte oder Tasche deponiert, welche am Beginn des Schrottwichtelns auf dem Tisch ausgeschüttet wird. Nun muss man reium würfeln. Jeder der eine sechs würfelt, kann sich nun ein Geschenk aussuchen. Im Idealfall hat dann jeder ein Geschenk, dass nicht seines ist und kann es auspacken und raten von wem es ist. (Das Spiel existiert in vielen Varianten...) Die Bilder dieses Abends sprechen für sich, die trashigen Mitbringsel sorgten für große Unterhaltung und die Verteilung der Geschenke hätte nicht optimaler ausfallen können. :D
Danach gabs Freak gemäß noch einen kultigen Santa Claus Film aus den Fünfzigern auf die Augen und zwar auf Spanisch mit spanischem Untertitel. Ganz großes Kino und Amusement!
Alles in allem also ein durchaus unterhaltsamer Abend! Feliz Navidad!

Weihnachtsdeko Deluxe




Die Trash-Geschenke


Trash-Wichteln














Der Trash-Film

Sonntag, 13. Dezember 2009

Discosadness

Hallo kalte Welt!

Das vorletzte Wochenende hier in Pucela neigt sich dem Ende zu und es war wieder einmal voller Ereignisse, Emotionen, Fiesta und Obskuritäten. Freitag zog ich mit Klaudia durch sämtliche Bars, ohne dass diese zum Bleiben einluden, da der Altersdurchschnitt bei 100 lag und nichts los war. Die einzigen Orte, die unser Herz erfreuten, waren natürlich das Cafetín, meine Lieblingsbar, Olvidadero, wo wir auf Argantael (eine Irin) und Sara trafen und später für die meiste Zeit Café Zero, wo wir zuletzt noch mit Jorge, Hugo, Gandalf, Javier und Joaki, der aus seinem Fuß-Exil zurückgekehrt ist. Alles in allem irgendwie unterhaltsam, aber für mich persönlich auch einer der dramatischeren Abende, doch das ist naturgemäß eine Geschichte, die ich hier nicht weiter ausbreiten will. Nur soviel: So manche innereuropäische kulturelle Differenz scheint mir nahezu unüberbrückbar! Und unrockbar!

Gestern das volle spanische Wochenend-Programm: Um halb zwei Treffen mit der fast kompletten Belegschaft des vorherigen Abends und mehrstündiges Essen und Kaffeetrinken,wobei ich meinen Mageninhalt sehr angestrengt bei mir behalten musst, als die Spanier sich über in Blut eingelegte Zwiebeln und Ohr hermachten...
Abends zog ich dann mit Jorge und Klaudia durchs Nachtleben in unzählige Bars wie Cafetín, Zihutanejo, Pizza-Place (la más rica del mundo!), Máquina de tiempo, Berlanga und finally Asklepios. Zuletzt verstritt ich mich noch mit zwei zunächst ganz netten Spaniern über den spanischen Konservatismus und Mamas Rockzipfel und da ich ohnehin sehr müde war, zogen Jorgito und ich um fünf gen Casa.

Den Abschluss des Wochenendes: ein Fußballspiel, nämlich Málaga vs. Valladolid, eine durch und durch mittelmäßige Partie in einer Eiseskälte sondergleichen. Einen Pluspunkt gibt es dafür, dass uns ein netter alter Spanier zwei Tickets für die Top-Plätze schenkte. <3 Awesome!

Da sich meine Schreibwut heute in Grenzen hält, wars das schon von der Berichterstattung. Die Tage eilen dahin und sind schon sehr verplant: Montag Christmas-Shopping, Mittwoch Tío Molonio und Maderál, Donnerstag eine kleine Weihnachtsfeier mit Glühwein, Schokolade und Schrottwichteln und dann fliegen Klaudia und Sara auch schon nach good-old Germany. Mir bleibt immerhin noch ein weiteres Wochenende, ein Weihnachtsessen und meine eigene Verabschiedung. Mein kaltes Herz schmerzt...

Freitag/Viernes







Samstag/Sábado









Sonntag/Domingo