Mittwoch, 19. August 2009

War all the time


(Albrecht Dürer, Ritter und Landsknecht, Datum unbekannt)

Well,well... als Teil des akademischen Fußvolkes melde ich mich gehorsamst mit einem Update in Sachen Meuterei, Krieg und weiterer Verwahrlosung zurück. Der Blick auf den Kalender hat mich unsanft auf den harten Boden meines Magister-Schlachtfeldes zurückgeholt. Beim Gedanken an die Unmengen an Literatur, die neben und auch im übertragenen Sinne vor mir liegen, möchte ich gerne den ganzen Tag seufzen, besinne mich dann aber doch der guten alten Tugenden Disziplin und Ordnung - Tugenden übrigens, die auch meinen meuternden Söldnern nicht geschadet hätten (Es wird sich noch herausstellen, ob sich noch mehr Gemeinsamkeiten aufdecken lassen. ;) ).

Wie also gestaltet sich mein Umfeld und meine Lebenssituation? Nach ein paar Tagen in der provinziellen Heimat in Limburg-City bin ich in die Arme Gießens zurückgekehrt, um genauer zu sein, in die Arme meiner Lieblings-Legoland-WG, in der ich seitdem vor allem viel Zeit mit ihren Bewohnerinnen, der Hängematte (formidable!), Essen, Radler und Unsinn verbracht habe. Ganz zu schweigen von der kulinarischen Offenbarung, die sich mir in Form der neuen Sushi-Bar OSAKA bot.
Schon wieder schweife ich vom Thema ab, es scheint fast als könne ich momentan mehr über das Leben im allgemeinen und Gießen im Besonderen erzählen als über meine Vorbereitungen bezüglich Magisterarbeit und Spanien...

Doch Besserung ist in Sicht! Da ich mit dem Standardwerk von Geoffrey Parker nicht weiterkam und mich gar grämte, bestellte ich es mir bei amazon zu einem unglaublich günstigen Preis und versuche meine Sicht an anderer Stelle zu schärfen. So kam es, wie es kommen musste: Ich schleppte ein tausendstes Mal zehn Bücher von der Bibliothek in meinen persönlichen Handapparat in meinem Dienstzimmer, das jetzt im übrigen auch meinen Namen trägt. Gleiches werde ich wohl auch die verbleibenden zweieinhalb Wochen tun, ergänzt durch Fernleihe über das teure Expresssystem der studentischen Hilfkräfte, kombiniert mit sonnendurchfluteten Lesestunden auf dem Legoland-Balkon und Visiten in meinem kühlen Dienstzimmer. Während sich also die Leichtathleten all überall um Weltrekorde in Weitsprung, 100 m Lauf und Kugelstoßen bemühen, werde ich mal wieder meine eigenen Rekorde im Speed-Reading und Extreme-Bücherhorten einstellen. Me gusta!
Apropos: Mit meinem Spanisch habe ich mich die letzten Wochen schon beschäftigt und zwar in Gestalt von Grammatik-Übungen und der Webseiten der spanischen Klatschzeitschrift Hola! und von El País. Vale, wie der Spanier sagen würde. Läuft. Der nächste Schritt wären dann spanische Filme oder Radiosender, aber das ist die Kür. Für meine Archivarbeit ist das sekundär.

Ich wünsche allen fröhliches Sonnenbaden, Abkühlung und eine friedvolle Zeit.

Donnerstag, 6. August 2009

Urlaub auf Balkonien

Das Dolce Vita hat mich ergriffen und wiegt mich sanft von Tag zu Tag, sodass ich mich nicht mehr aus der süßen Umarmung winden kann und will...Poesie,Poesie!

Da ich meinen Mietvertrag zum 1.August gekündigt habe, führe ich nun ein Nomadenleben durch sämtliche befreundete WGs. Bis jetzt gar nicht mal so unangenehm,bescherte es mir schon Sushi und anderes leckeres Essen, überdurchschnittlich viel Vitaminzufuhr in Form von Obst und Salaten, zahlreiche Stadtbummel, ausgedehnte Fahrradtouren, Sommer, Sonne und und und.

Im Moment befinde ich mich in der Pension KHG (Katholische Hochschulgemeinde),wo Fabian, mein Bordeaux-Mitreisender, sein Headquarter hat. Dort ist es sehr schön und ich komme mir wirklich vor wie im Urlaub, Aktivurlaub um genau zu sein: Radfahren überallhin, vor allem an die Heuchelheimer Sehen (--> Great Lake Swimmers), sommerliches Essen, Badminton und Federball, sehr viel Sonne und Unsinn und so weiter.
Wie lange ich bleibe, ist unklar, jedoch habe ich noch viel vor (inklusive Familienbesuche und vll.ein paar Tage Urlaub im nirgendwo mit nirgendwem) und damit begonnen meine spanischen Grammatikkenntnisse mithilfe eines Übungsbuchs aufzupolieren. Noch lasse ich aber die Seele baumeln und beginne erst Ende der Woche alias Sonntag oder so mit den Arbeiten an meiner Magisterarbeit, also dem Lesen und Bestellen der Literatur hier und im Rest der Republik bzw. Nachbarländern.

Ich melde mich also demnächst zurück um einen ersten Bericht zum Ausmaß,Unmäßigem und Maßarbeit zu liefern. Ha. (Bald werde ich derlei schlechte Wortspielereien durch ihre spanischen Pendants ergänzen können,heureka!)

Montag, 3. August 2009

Oh brave new world...

Hola chicas y chicos,

BIENVENIDO zur zweiten Staffel aus der allseits
gefeierten Reihe "Mission: Auslandsaufenthalt".
Seid dabei, wenn ich die Ehre habe, vierzehn Wochen
auf den Spuren der Geschichte in Spanien zu weilen
um dort meine Abschlussarbeit zu vollbringen.
Neben hochwertigen, qualifizierten Einblicken
in meuternde Söldnerhorden in der Frühen Neuzeit,
versprechen 40 Grad im Schatten, meine Bekanntschaften
mit der spanischen Sprache und ihren SprecherInnen,
das königliche Generalarchiv in Simancas,einige Gläschen
Sangria und Vino Tinto und eine Lebenskultur zwischen
Siesta und Fiesta gute Unterhaltung für Jung und Alt. ;)

Abflugtermin ist der 8.September um 7.25 Uhr morgens,
ausnahmsweise mit Lufthansa alias Fliegen Deluxe, Rückkehr
der 15. Dezember irgendwann nachmittags.

Da wir alle wissen, dass nach der Reise vor der Reise
ist, geht es nun schon einen Monat vorher an dieser Stelle
steil bergan. Man freue sich also auf Lach- und Sachgeschichten
aus der Welt der Bibliotheken, Fernleihesysteme und meiner
Stunden im Dienstzimmer, unterbrochen von einigen Stunden
Weisheit und veritas bei vino tinto. ;)

Zum Abschluss nun noch die graphische Untermalung zum
Reiseziel, welches im Übrigen VALLADOLID heißt. Besuch ist gerne gesehen, KorrekturleserInnen
ersehnt!



Hier würde ich gerne standesgemäß residieren: