
(Albrecht Dürer, Ritter und Landsknecht, Datum unbekannt)
Well,well... als Teil des akademischen Fußvolkes melde ich mich gehorsamst mit einem Update in Sachen Meuterei, Krieg und weiterer Verwahrlosung zurück. Der Blick auf den Kalender hat mich unsanft auf den harten Boden meines Magister-Schlachtfeldes zurückgeholt. Beim Gedanken an die Unmengen an Literatur, die neben und auch im übertragenen Sinne vor mir liegen, möchte ich gerne den ganzen Tag seufzen, besinne mich dann aber doch der guten alten Tugenden Disziplin und Ordnung - Tugenden übrigens, die auch meinen meuternden Söldnern nicht geschadet hätten (Es wird sich noch herausstellen, ob sich noch mehr Gemeinsamkeiten aufdecken lassen. ;) ).
Wie also gestaltet sich mein Umfeld und meine Lebenssituation? Nach ein paar Tagen in der provinziellen Heimat in Limburg-City bin ich in die Arme Gießens zurückgekehrt, um genauer zu sein, in die Arme meiner Lieblings-Legoland-WG, in der ich seitdem vor allem viel Zeit mit ihren Bewohnerinnen, der Hängematte (formidable!), Essen, Radler und Unsinn verbracht habe. Ganz zu schweigen von der kulinarischen Offenbarung, die sich mir in Form der neuen Sushi-Bar OSAKA bot.
Schon wieder schweife ich vom Thema ab, es scheint fast als könne ich momentan mehr über das Leben im allgemeinen und Gießen im Besonderen erzählen als über meine Vorbereitungen bezüglich Magisterarbeit und Spanien...
Doch Besserung ist in Sicht! Da ich mit dem Standardwerk von Geoffrey Parker nicht weiterkam und mich gar grämte, bestellte ich es mir bei amazon zu einem unglaublich günstigen Preis und versuche meine Sicht an anderer Stelle zu schärfen. So kam es, wie es kommen musste: Ich schleppte ein tausendstes Mal zehn Bücher von der Bibliothek in meinen persönlichen Handapparat in meinem Dienstzimmer, das jetzt im übrigen auch meinen Namen trägt. Gleiches werde ich wohl auch die verbleibenden zweieinhalb Wochen tun, ergänzt durch Fernleihe über das teure Expresssystem der studentischen Hilfkräfte, kombiniert mit sonnendurchfluteten Lesestunden auf dem Legoland-Balkon und Visiten in meinem kühlen Dienstzimmer. Während sich also die Leichtathleten all überall um Weltrekorde in Weitsprung, 100 m Lauf und Kugelstoßen bemühen, werde ich mal wieder meine eigenen Rekorde im Speed-Reading und Extreme-Bücherhorten einstellen. Me gusta!
Apropos: Mit meinem Spanisch habe ich mich die letzten Wochen schon beschäftigt und zwar in Gestalt von Grammatik-Übungen und der Webseiten der spanischen Klatschzeitschrift Hola! und von El País. Vale, wie der Spanier sagen würde. Läuft. Der nächste Schritt wären dann spanische Filme oder Radiosender, aber das ist die Kür. Für meine Archivarbeit ist das sekundär.
Ich wünsche allen fröhliches Sonnenbaden, Abkühlung und eine friedvolle Zeit.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen